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Wettbewerb Schülerfirmen

Schüler-, Übungs- und Juniorenfirmen zeigen ihre Ideen zu nachhaltigem Wirtschaften

Wettbewerb Schülerfirmen
Zukunfsorientiert: Beim Wettbewerb entwickeln Schülerinnen und Schüler Konzepte für nachhaltiges Wirtschaften

Der Projektwettbewerb „Nachhaltige Schüler-, Übungs- und Juniorenfirmen“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender und beruflicher Schulen. Sie sollen erfolgsversprechende Konzepten zu nachhaltigem Wirtschaften entwickeln, die sich im Rahmen einer bestehenden oder neu gegründeten Schüler-, Übungs- oder Juniorenfirma (SÜJ-Firma) umsetzen lassen.

Mit dem Wettbewerb erweitern Schülerinnen und Schüler ihr Wissen zu nachhaltigem Wirtschaften und zeigen gleichzeitig Eigeninitiative. Dabei ist Kreativität gefragt! Es sollen neue Ideen und Wege zur Umsetzung nachhaltigen Handelns in Unternehmen gefunden werden, die eigenverantwortlich umgesetzt werden. Für die Erstellung eines Konzepts dienen zwölf festgelegte wirtschaftliche Leitsätze als Orientierung.

SÜJ-Firmen können sich bereits jetzt für den Wettbewerb anmelden.

Einsendeschluss ist der 31. März 2016. Alle Teams erhalten bis Mitte April eine Eingangsbestätigung ihrer eingereichten Konzeptideen.

Begutachtung durch Jury

Alle eingereichten Konzeption werden von einer Jury bis Ende Mai bewertet. Sie setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, Schule und Verwaltung. Die Bekanntgabe der ausgewählten Konzeptideen erfolgt bis Ende Juni 2016.

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme steht allen Schülerinnen und Schülern der allgemeinbildenden Schulen und beruflichen Schulen offen. Es sind Teams von 5 bis 15 Schülerinnen und Schülern vorgesehen.

  1. Die besten sechs innovativen Konzeptideen werden mit jeweils 500 Euro ausgezeichnet.
  2. Die Schülerinnen und Schüler der prämierten Projekte werden zu einem zweitägigen Workshop zum Thema nachhaltiges Wirtschaften und nachhaltige SÜJ-Firma eingeladen. 
  3. Die prämierten Konzeptideen werden im Zeitraum Oktober bis Dezember 2016 bei der Umsetzung von Expertinnen/Experten und gegebenenfalls Patenfirmen begleitet.

Aufgabe ist es, ein Konzept zu erarbeiten, mit dessen Umsetzung nachhaltiges Wirtschaften zum Markenzeichen von Schüler-, Übungs- und Juniorenfirmen wird. Das Konzept soll sich an den zwölf Leitsätze der WIN (Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit) orientieren. 

Weiterführende Informationen zur Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit (WIN)

Bewertungskriterien  

Darstellung 

  • die Konzeptidee ist anschaulich und nachvollziehbar gestaltet
  • die Teamleistung ist erkennbar

WIN-Leitsätze  

  • es wurden alle Leitsätze geprüft und in Bezug auf das eigene Unternehmen bewertet
  • es sind kreative und innovative Konzeptideen beschrieben  
  • ein Bezug der Konzeptidee zu den drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie und Soziales) ist gegeben  
  • es sind Aktivitäten und Maßnahmen zu einzelnen Leitsätzen formuliert  
  • die angestrebten Ziele sind realistisch  
  • Ideen zur Erfolgsmessung sind aufgeführt

 Vorgehen, Auseinandersetzung mit dem Thema  

  • Fakten, Hintergründe und Zusammenhänge sind richtig dargestellt  
  • die lokale, regionale oder globale Bedeutung der Konzeptidee ist beschrieben  
  • Fachleute und Experten vor Ort werden einbezogen

Vorgehensweise bei der Erstellung eines Konzepts für nachhaltiges Wirtschaften

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Beispiele zur Formulierung möglicher Ziele

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Die folgenden zwölf Leitsätze decken inhaltlich die drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie und Soziales) ab und ermöglichen es, Ansatzpunkte für nachhaltigkeitsrelevante Strategien zu identifizieren.

I. Grundwerte

Leitsatz 1 – Unternehmenserfolg und Arbeitsplätze
„Wir stellen langfristigen Unternehmenserfolg sicher und bieten Arbeitsplätze in der Region.“  

Leitsatz 2 – Menschen- und Arbeitsrechte
„Wir achten und schützen Menschen- und Arbeitnehmerrechte, sichern und fördern Chancengleichheit und verhindern jegliche Form der Diskriminierung und Ausbeutung in all unseren unternehmerischen Prozessen.“   

Leitsatz 3 – Nachhaltige Innovationen
„Wir fördern Innovationen für Produkte und Dienstleistungen, welche die Nachhaltigkeit steigern und das Innovationspotenzial der baden-württembergischen Wirtschaft unterstreichen.“  

Leitsatz 4 – Finanzentscheidungen
„Wir handeln im Geiste der Nachhaltigkeit vor allem auch im Kontext von Finanzentscheidungen.“  

Leitsatz 5 – Anti Korruption
„Wir verhindern Korruption, decken sie auf und sanktionieren sie.“

II. Verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt

Leitsatz 6 – Ressourcen
„Wir steigern die Ressourceneffizienz, erhöhen die Rohstoffproduktivität und verringern die Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen.“  

Leitsatz 7 – Energie und Emissionen
„Wir setzen erneuerbare Energien ein, steigern die Energieeffizienz und senken die THG-Emissionen zielkonform oder kompensieren sie klimaneutral.“  

Leitsatz 8 – Produktverantwortung
„Wir übernehmen für unsere Leistungen und Produkte Verantwortung, indem wir den Wertschöpfungsprozess und den Produktzyklus auf ihre Nachhaltigkeit hin untersuchen und diesbezüglich Transparenz herstellen.“

III. Regionale Identifikation und Verankerung

Leitsatz 9 – Regionaler Mehrwert
„Wir generieren einen Mehrwert für die Region, in der wir wirtschaften.“  

Leitsatz 10 – Anspruchsgruppen
„Wir berücksichtigen und beachten bei Prozessen alle Anspruchsgruppen und deren Interessen.“  

Leitsatz 11 – Anreize zum Umdenken
„Wir setzen auf allen Unternehmensebenen Anreize zum Umdenken und zum Handeln und beziehen sowohl unsere Mitarbeiter als auch alle anderen Anspruchsgruppen in einen ständigen Prozess zur Steigerung der unternehmerischen Nachhaltigkeit ein.“  

Leitsatz 12 – Mitarbeiterwohlbefinden/Mitgliederwohlbefinden
„Wir achten, schützen und fördern das Wohlbefinden und die Interessen unserer Mitarbeiter.“

Die Konzeption (Geschäftsidee) soll sich an folgenden Fragen orientieren: 

  • Sind die Leitsätze für das Handeln in unserer SÜJ-Firma relevant?
  • Wie werden diese Leitsätze in der SÜJ-Firma berücksichtigt?
  • Sind in der Konzeption Leitsätze aus allen drei Bereichen (I. Grundwerte, II. Verantwortlicher Umgang mit der Natur, III. Regionaler Identifikation) enthalten?
  • Welche Leitsätze werden in der SÜJ-Firma im Schwerpunkt verfolgt? (mindestens ein Schwerpunkt aus jeder Kategorie)
  • Welche Aktivitäten und Maßnahmen mit Bezug zu nachhaltigem Wirtschaften werden jeweils geplant?
  • Wie lässt sich der Erfolg im Sinne von nachhaltigem Wirtschaften für jeder einzelne Aktivität und Maßnahme messen und bewertet?