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BNE Qualifizierungs-Module

Grundlageninformationen für Lehrende

Grundlageninformationen zu BNE
Lehrerinnen und Lehrer sind wertvolle BNE-Multiplikatoren

Trotz der überragenden Bedeutung des Themas und der eben abgelaufenen UN-Dekade ist das Leitbild einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Unterricht noch nicht richtig angekommen. Über die folgenden acht Lernmodule lernen Lehrerinnen und Lehrern nachhaltige Handlungsfelder kennen. Sie können dadurch Kompetenzen erlangen, um Bildung für nachhaltige Entwicklung mit den fachspezifischen Anforderungen im Unterricht zu verknüpfen.

Es gibt verschiedene Handlungsfelder, die Einfluss auf unsere Zukunft haben. Diese sind beispielsweise „Rohstoffe und Energie“, „Klimawandel“ oder „Ernährung und Landwirtschaft". Modul 1 zeigt anhand verschiedener Themenkomplexe auf, in welcher Abhängigkeitsbeziehung die verschiedenen Handlungsfelder zueinander stehen. 

Die globale Zukunftssicherung betrifft im Kern die Überlebensfrage jedes einzelnen. Die Lebensgewohnheiten der Menschen stehen in unmittelbarem Bezug zu globalen Auswirkungen wie Klimawandel oder Ressourcenknappheit. Das Modul behandelt diese Problematiken innerhalb verschiedener Fachdisziplinen. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren erhalten hier Materialien für ihre unterrichtliche Gestaltung in den Fächern Geografie, Gemeinschaftskunde, Politik, Wirtschaft, Englisch und Philosophie. Sowohl im Unterricht der Sekundarstufe II als auch– didaktisch reduziert – in der Oberstufe der Sekundarstufe I einsetzbar. Die Unterlagen wurden so ausgewählt, dass sie die Verbindung zwischen den Lebensgewohnheiten der Menschen und den globalen Auswirkungen aufzeigen.

Download Modul 1 (steht in Kürze zur Verfügung)

Gibt es bereits ein Konzept, das eine zukunftsorientierte Entwicklung auf der ganzen Welt fördert? Modul 2 beschäftigt sich mit der Idee eines Leitbildes oder weltweiten Konzepts, das versucht, die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit miteinander zu vereinbaren. 

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wird häufig inflationär gebraucht. Was genau also bedeutet "nachhaltige Entwicklung"? Die drei Dimensionen „ökonomisch“, „ökologisch“ und „sozial“ bilden das sogenannte Nachhaltigkeitsdreieck und sind miteinander vernetzt. Um alle drei Dimensionen im Gleichgewicht zu halten, wurden bereits entsprechende Ansätze und Strategien entwickelt, die im Modul einzeln vorgestellt werden. Es gilt, alle drei Dimensionen gleichermaßen zu berücksichtigen - welche Konflikte dabei entstehen können, zeigt Praxis. Ein weltweites Konzept oder Leitbild, das das nachhaltige Handeln einzelner Individuen, Gruppen, Nationen und lenken soll, gestaltet sich sehr schwierig. Dies ist jedoch eine gegenwärtige und globale Aufgabe, um auch für nachfolgende Generationen die Zukunft lebenswert und nachhaltig zu sichern.  

Download Modul 2

Wer etwas verändern will, muss wissen wie. Ob durch eine veränderte Lebensweise oder über persönliches Engagement. Wie sehen die Handlungsfelder für eine gesichterte Zukuft aus? 

Verschiedene Bereiche erfordern verschiedene Handlungsfelder und damit verschiedene Leitbilder. Wie unterschiedlich diese sein können, zeigen die Beispiele auf den Ebenen von Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft und Religion. 

Der alltägliche Lebensstil prägt unsere individuelles Handeln und folgt damit einem anderen Leitbild. Mit jeder persönlichen Entscheidung sind ökologischen und sozialen Faktoren verbunden, die wiederum Auswirkungen auf andere Handlungsfelder haben. So hängt beispielsweise eine Kaufentscheidung unmittelbar mit den Handels- und Produktionsbedingungen zusammen - ein schwieriger Balanceakt zwischen Preis, fairem Handel.

Im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie zivilgesellschaftliches Engagement aussehen kann. Von lokalen Handlungsfelder und Beteiligungsmöglichkeiten, über bürgerliches und politisches Engagement.

Download Modul 3

"Bildung für nachhaltige Entwicklung" ist ein komplexes Thema und stellt damit komplexe Anforderungen an die Lehre. Wie lässt sich ein abstrakter Begriff wie "Nachhaltigkeit" am besten vermitteln?

Systemlernen bildet den Kompetenzansatz für die Einbindung von "Bildung für nachhaltige Entwicklung" im Unterricht. Dort werden zentrale Grundbegriffe geklärt und die Schülerinnen und Schüler dazu befähigt, eigene Lernprozesse zu reflektieren und zu gestalten. 

Anhand verschiedener Kompetenzmodelle wird systemisches Denken und Lernen gefördert. Es werden individuelle Kompetenzen systemisch aufgebaut und das Verständis komplexer Systeme gefördert. Die Schülerinnen und Schüler sollen Systeme beschreiben können, Prognosen treffen und Handlungsentwürfe aufstellen - für eine global gesicherte Zukunft.

Darüber hinaus zeigt das Modul auch die Schwierigkeiten des Handelns in komplexen Systemen auf. Die Herausforderung, Ziele zu definieren, Fehler im Umgang mit komplexen Systemen zu erkennen und geeignete Voraussetzungen für das Handeln in Systemen zu schaffen. 

Download Modul 4

Bildung für nachhaltige Entwicklung als globales Bildungskonzept für die Realisierung einer nachhaltigen Entwicklung.

Das Modul 5 setzt sich mit den zentralen Begriffen der Diskussion über Bildung für nachhaltige Entwicklung auseinander, legt die Merkmale dieser Bildungskonzeption dar und umreißt deren Aufgaben im Kontext zukunftsorientierter Bildung. Vor diesem Hintergrund werden Materialien zur Verfügung gestellt, mit deren Hilfe entsprechende Kompetenzen entwickelt werden können.

Download Modul 5

Eine grundsätzliche Aufgabe der Bildung ist es, Schülerinnen und Schüler zu reflektiertem Denken und Handeln zu befähigen, damit sie eigene Entscheidungen treffen können. Aufgabe und Teilziel von Bildung für nachhaltige Entwicklung ist beispielsweise die Umweltbildung. Hier sollen die Lernenden zu umweltgerechtem und somit nachhaltigkeitskonformem Handeln bewegt werden.   

Im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung wurden bereits verschiedene Kompetenzkonzepte entwickelt. Ein mehrstufiges Kompetenzkonzept bildet dabei die Grundlage für schulisches Arbeiten. Dieses enthält einen Orientierungsrahmen, der vorgibt, welche BNE-Inhalte sich in welchen Fächern verankern lassen. Er konkretisiert Kernkompetenzen anhand fachlicher Teilkompetenzen. Die Unterrichtsbeispiele in Modul 6 zeigen auf, wie innerhalb des Orientierungsrahmens BNE-Kompetenzen erworben werden können.  

BNE soll als eines der Leitprinzipien in den Bildungsplänen Baden-Württembergs verankert werden. Die Herausforderung ist, BNE-Kompetenzkonzepte mit den fachspezifischen Kompetenzvorgaben der Bildungspläne zu verbinden. Hierfür wurden bereits spezielle BNE-Lernangebote entwickelt, die für die unterrichtliche Umsetzung angeboten werden.

Download Modul 6 

BNE als Schulkonzept sieht vor, Schülerinnen und Schüler für ökologische, ökomonische sowie soziale Aspekte zu sensibilisieren. Schulen müssen sich stets weiterentwickeln, um auf die sich ständig verändernden Bedingungen in Gesellschaft und Wirtschaft reagieren zu können. Es gilt, didaktische Möglichkeiten und Handlungsfelder zu schaffen, die die zukunftsorientert ausgerichtet sind.

Im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist die Zusammenführung mehrerer Handlungsfelder notwendig. In der Schule geschieht dies über die Einbindung unterrichtlicher Inhalte, über fachübergreifende Projekte, über die Verantwortung der Schulleitung bis hin zur Einbindung der Elternschaft.

Und auch außerschulische Partner wie Unternehmen, Fachexperten oder NGOs können im Hinblick auf eine allumfassende BNE-Entwicklung in die schulischen Prozesse mit eingebunden werden. Beispielsweise über Schülerfirmen oder andere Schulprojekte, die eine pädagogische Zielsetzung haben. Modul 7 bietet viele Projekt- und Umsetzungsbeispiele, didaktische Materialien sowie weitere Ideen zur unterrichtlichen Gestaltung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Es gilt, das Thema BNE im Schulprogramm weiter zu verankern und das Engagement der Schülerinnen und Schüler für BNE-Projekte zu fördern.

Download Modul 7

Um Schülerinnen und Schülern die vielen, oftmals auch abstrakten BNE-Themen näher zu bringen, ist es hilfreich, auch außerschulische Angebote in den Lernprozess mit einzubinden. Vor allem diejenigen, die sie konkret mit ihrem Alltag in Verbindung bringen können.  

Es gibt bereits Schulprojekte und zahlreiche Angebote von Unternehmen, Verbänden oder auch Schulpatenschaften, die außerschulischen Lernorte unds lebensnahe Situationen ermöglichen. Hier werden den Schülerinnen und Schülern oft aktuelle Probleme vor Augen geführt, die in ihrer Region oder im eigenen Land auftreten. Das Modul 8 führt Beispiele auf, die bei der Auswahl außerschulischer Lernorte und Kooperationspartner im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung berücksichtigt werden sollten. Es enthält hilfreiche Tipps und Empfehlungen für geeignete Lern- und Bildungspartner sowie zahlreiche Praxisbeispiele. Schulen sind auf außerschulische Kooperationspartner angewiesen, damit eine nachhaltige Entwicklung kontinuierlich und netzwerkübergreifend stattfinden kann.

Download Modul 8


Weitere Informationen

Leitfaden zum Kompetenzaufbau bei Lehrenden und Multiplikatoren

Nachhaltigkeit lehren (Broschüre downloaden)