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Beispielhafte BNE-Projekte

NABE - Nachhaltigkeit in Ausbildung und Beruf

NABE entwickelte ein Modul zur Verankerung von Themen der Nachhaltigen Entwicklung in der beruflichen Ausbildung.

In einer Pilotstudie wurde ein Ausbildungsmodul zu Nachhaltigkeitsthemen im Unternehmen entwickelt, durchgeführt und evaluiert. Das Ausbildungsmodul wurde in enger Kooperation zwischen der Uni Freiburg und einem mittelständischen Betrieb konzipiert und erprobt. Mit einem zweitägigen Workshop, wurden die Auszubildenden angeleitet ein Projekt zum Thema Nachhaltigkeit in ihrem Betrieb durchzuführen.

Projektart
Berufliches Qualifizierungsprojekt: Auszubildende setzen sich im Ausbildungsbetrieb aktiv mit Nachhaltiger Entwicklung auseinander

Projektdauer
11 Monate

Ziel des Projektes war es, ein Ausbildungsmodul „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ auszuarbeiten, das in die Weiterbildung von Nachwuchskräften integriert werden kann. Den Auszubilden-den wurde das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung vermittelt. Es galt Kompetenzen zu fördern, die eine Gestaltung des Arbeitsplatzes und des Alltagslebens im Sinne der Nachhaltigen Entwicklung ermöglichen. Eine Verankerung des Nachhaltigkeits-Konzeptes auf allen Unternehmensebenen wurde angestrebt.

Zielgruppen

  • Auszubildende
  • Erwachsene

In einer zweimonatigen Vorbereitungsphase wurde das Ausbildungsmodul konzipiert. Hierbei fand bereits eine enge Zusammenarbeit mit dem Betrieb statt. 

Der zweitägige Workshop machte die Auszubildenden mit dem Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung vertraut. Neben Handlungskompetenzen, der Anknüpfung an den Alltag der Auszubildenden, stand auch die persönliche Motivation im Mittelpunkt des Workshops. Die Auszubildenden setzten sich mit der Frage auseinander, wie die Nachhaltigkeitsgedanken im Unternehmen bereits umgesetzt werden und wo weitere Umsetzungsmöglichkeiten sind. Erste Projektideen wurden entwickelt. In der anschließenden, sechsmonatigen Ausbildungsphase fand die Planung und Durchführung des Projektes statt. Die Auszubildenden organisierten den jährlich stattfindenden Azubiausflug nachhaltig. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhielten Informationen über das Thema Nachhaltige Entwicklung. Das Unternehmensprojekt erfuhr im Betrieb dadurch eine Verstetigung, dass die Organisation des Ausflugs von den kommenden Generationen von Auszubildenden übernommen und weiterentwickelt wurde. Das Ausbildungsmodul wurde evaluiert.

Veranstaltungsort
Freiburg, Sulzburg; Hekatron Vertriebs GmbH

Das Ausbildungsmodul wurde vom Betrieb in der Ausbildung von Nachwuchskräften verankert. 25 Auszubildende nahmen an dem Workshop teil. Außerdem wurden zehn Personen in der nachfolgenden Auszubildendengeneration erreicht. Eine Kerngruppe von fünf Auszubildenden führte das Unternehmensprojekt durch und versuchte alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Unternehmens durch Umfragen, direkte Ansprache und durch einen Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift zu erreichen. 

Die Befragung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen ergab, dass die Kompetenzen des „eigenverantwortlichen Arbeitens“, „gemeinsam mit anderen planen und handeln können“, „vorrausschauendes Denken und Planen“, sowie das „Partizipationsvermögen“, gefördert wurden.

Verankerung der BNE in der beruflichen Bildung und Berufspraxis.

Das Ausbildungsmodul kann auch zum Fortbildungsmodul von Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen abgewandelt werden.

In der Projektdokumentation findet sich neben den Ziele und dem Ablauf, auch eine Beschreibung angewandter Methoden (Denkfabrik, Gruppenpuzzle, und andere). Die Projektdokumentation ist als PDF erhältlich.

Kontakt: sebastian.schwab@nlp.bwl.de

Kooperationspartner

Beide Kooperationspartner haben sich schon seit längerer Zeit mit Nachhaltiger Entwicklung befasst.

Bildung für Nachhaltige Entwicklung stand im Fokus verschiedener Forschungs- und Bildungsprojekte des Instituts für Landespflege der Universität Freiburg.

Der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen und der Umwelt spielen bei Hekatron eine bedeutende Rolle. 

Räumliche Planung

Die Umsetzung fand im Betrieb statt. 

Zeitliche Planung

Für die Vorbereitungen wurden zwei Monate benötigt. Die Ausbildung erfolgte innerhalb eines halben Jahres in zwei Blöcken: 

  1. Einstieg und Sensibilisierung (zwei Tage)
  2. Praktische Umsetzung (sechs Monate)

Für die Auswertung der Evaluation und Multiplikation der Ergebnisse, wurden zwei Monate veranschlagt.

Vorbereitungen

Das Projekt wurde auf Kongressen vorgestellt und sowohl in der Mitarbeiterzeitschrift des Betriebs, als auch in der Zeitschrift Uni’Lernen publiziert.

Öffentlichkeitsarbeit

Auf den Internetseiten der Projektpartner und durch die lokale Presse erfolgten regelmäßig Berichte über den Projektverlauf und Ankündigungen von Veranstaltungen. Poster und Flyer kündigten Aktionstage an. Informationsveranstaltungen und Beiträge auf Fachtagungen und Messen waren Teil der Öffentlichkeitsarbeit.

Nützliche Tipps

Zur Abstimmung des Ausbildungsmoduls auf den Betrieb, müssen dessen Arbeitsabläufe und Ziele genau definiert werden. Ansprechpartner müssen rechtzeitig ausfindig gemacht werden und Zuständigkeiten für einzelne Arbeitspakete geklärt werden. Hierbei ist es wichtig, dass die Ziele der Arbeitspakete klar formuliert sind. 

Das Projekt der Auszubildenden, muss auf die (personellen) Ressourcen des Betriebes abgestimmt sein. Es sollte zu Beginn festgelegt werden, wieviel Zeit den Auszubildenden für das Projekt zur Verfügung steht und wer Ansprechperson für sie ist.

Projektleiter und Ansprechpartner:
Sebastian Schwab
Mail: sebastian.schwab@remove-this.nlp.bwl.de

Literatur:
Hoffmann-Klein, F. (2013): Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. In Uni Freiburg: Uni’Lernen 2013 S.45f;